DÄMMWOLLE: GLASWOLLE UND STEINWOLLE FACHGERECHT ENTSORGEN

Neues Bauprojekt? Dachbodenausbau? Dämmwolle entsorgen? Größere Umbauarbeiten bringen jede Menge Abfall mit sich, und wer an Wänden oder Dachböden modernisiert, saniert, oder umbaut, hat es oft mit alten Dämmstoffen zu tun. Wohin aber mit dem Material?


Was ist Dämmwolle, und welche Arten gibt es?

Der Begriff Dämmwolle bezieht sich meist auf Dämmstoffe aus mineralischen Fasern. Im Hausbau wird Mineralwolle gerne in Wänden und Dächern eingesetzt, wo sie wärme- und schalldämmend wirkt, Fäule und Ungeziefer fernhält und außerdem dem Brandschutz dient.

Die üblichsten Mineralwollen sind Glaswolle und Steinwolle. In der Herstellung wird hierfür der jeweilige Hauptausgangsstoff geschmolzen: Bei Steinwolle sind das Steinarten wie Kalkstein, Feldspat oder Dolomit, Glaswolle besteht dagegen größtenteils aus Altglas. Versetzt mit Sand, Glas oder Kalkstein, mit Bindemitteln vermischt, zerfasert, und erhärtet entsteht schließlich ein flexibles Material, das zudem nicht brennbar ist. Jede Art von Dämmwolle hat eigene Vorzüge: Glaswolle ist elastisch und verhältnismäßig leicht, wohingegen Steinwolle mit besseren Werten in der Schall- und Wärmedämmung punktet und außerdem hitzebeständiger ist.

Es gibt allerdings auch Nachteile. Dämmstoffe bestehen aus Fasern, die schwere Reizungen an Haut und Schleimhäuten hervorrufen können. Daher erfordert der Umgang mit dem Material geeignete Vorsichtsmaßnahmen, wie das Tragen von geschlossener Kleidung, Augen-, Mund- und Nasenschutz. Auch gilt es, die Umgebung möglichst faserfrei zu halten. Dämmwolle sollte hierzu erst bei Benutzung ausgepackt und möglichst wenig bewegt werden. Reißen Sie die Wolle auf keinen Fall, sondern schneiden Sie sie mit einem geeigneten Dämmstoffmesser. Weiter ist es unerlässlich, den Arbeitsplatz sauber zu halten, wobei Sie nicht fegen, sondern saugen und wischen sollten.


Alte Dämmwolle? Lassen Sie den Experten ran

Besondere Sicherheitsmaßnahmen gelten beim Entfernen sogenannter „alter“ Dämmwolle, die vor 1995 produziert wurde. Sie gilt als krebsverdächtig und wird somit als Sondermüll eingestuft. Klären Sie unbedingt, wie alt Ihre Dämmwolle ist und ziehen Sie im Zweifelsfall einen Experten zu Rat – und zwar, bevor Sie sich an die Arbeit machen. Nicht nur ist die korrekte Entsorgung für Ihre Gesundheit unumgänglich, auch riskieren Sie hohe Nachzahlungen, wenn Sie hier unachtsam sind. Hinweise zum Entfernen von Sondermüll bekommen Sie bei Ihrer Gemeinde.


Wie entsorgt man Dämmwolle?

Handelt es sich bei Ihrem Abfall um neue Mineralwolle, füllen Sie diese in spezielle KFM Säcke für künstliche Mineralfasern. Wichtig ist dabei, die Säcke nicht zu überfüllen und sicher zu verschließen. Trennen Sie unterschiedliche Materialien sorgfältig, denn unzulängliche Materialien wie Kunststoffe, gefährliche Abfälle, alte Dämmwolle und anderer Sondermüll sowie Flüssigkeit, Asbest, Styropor, Dachpappe oder auch Schlackenwolle dürfen nicht mit in die Säcke gelangen. Sollten die Säcke vor Abtransport außerhalb eines Privatgeländes lagern, benötigen Sie möglicherweise eine Genehmigung der Stadt oder Gemeinde.


Gut beraten bei Fachunternehmen

Die Entfernung von Dämmwolle und Bauresten wirft viele Fragen auf. Als Entsorgungsspezialisten in Berlin und Umgebung stehen wir Ihnen daher mit unserem Know-how zur Seite. Sind Sie unsicher, wie Sie Ihre Dämmwolle fachgerecht entfernen und entsorgen? Haben Sie es eilig und suchen nach einer zügigen Lösung? Melden Sie sich bei uns. Unser kompetentes Team berät Sie und plant die nächsten Schritte mit Ihnen.